⚡ Messkonzept 8

Kaskadenmessung Rechner

Lohnt sich ein separater Wärmepumpentarif? Alle Berechnungen laufen lokal im Browser.

Jahresverbrauch Haushalt kWh
Jahresverbrauch Wärmepumpe kWh
PV-Leistung ~9 500 kWh/a
kWp (× 950 kWh/kWp)
📍 Postleitzahl (Standort)
Ertrag-Faktor: 930 kWh/kWp – Nordwestdeutschland
🔋 Batteriespeicher kWh
Kapazität (0 = kein Speicher)
Arbeitspreis Haushalt ct/kWh
Grundpreis Haushalt
↔ monatlich: €/Mon.
€/Jahr (× 12)
Arbeitspreis Wärmepumpe ct/kWh
Grundpreis Wärmepumpe
↔ monatlich: €/Mon.
€/Jahr (× 12)
Kaskadenzähler-Zusatzgebühr
↔ monatlich: €/Mon.
€/Jahr (× 12)
Einspeisevergütung ct/kWh
Konzept A – Gemeinsamer Zähler
Konzept B – Kaskadenmessung
PV-Eigenverbrauch Haushalt
PV-Eigenverbrauch Wärmepumpe
Einspeisung ins Netz
Netzbezug gesamt
Haushalt Netzbezug × AP
WP Netzbezug × AP
Grundpreise (HH + WP + Zähler)
Einspeisevergütung

Die Umrüstung auf Kaskadenmessung erfordert die Installation eines zweiten Zählers durch einen zugelassenen Elektriker. Typische Kosten liegen je nach Aufwand zwischen 300 € und 1.500 €. Ist der vorhandene Zählerschrank zu klein für einen zweiten Zählerplatz, muss er gegen einen größeren ausgetauscht oder als Unterverteilung erweitert werden – das kann die Kosten erheblich erhöhen. Trage unten das konkrete Angebot deines Elektrikers ein, um zu sehen, nach welcher Zeit sich die Investition amortisiert hat.

Installationskosten
Elektrikerkosten (Angebot)
Richtwert: ab 300 € (einfach) bis 1.500 € (mit Schranktausch)
Jährliche Ersparnis aus Rechner
Ergebnis
Amortisationszeit
Investition
Ersparnis nach 5 Jahren
Ersparnis nach 10 Jahren

Die folgenden Hinweise beschreiben den technisch korrekten Aufbau der Kaskadenmessung, damit der Abrechnungsvorteil tatsächlich eintritt. Zeige diese Seite deinem Elektriker und deinem Netzbetreiber als Ausgangsbasis für die Planung.

1
Netzbetreiber vorab anfragen

Bevor etwas bestellt oder gebaut wird: Den zuständigen Netzbetreiber (steht auf der Stromrechnung) kontaktieren und explizit nach der Kaskadenmessung bzw. Messkonzept 8 fragen – die Nummerierung kann je nach Region abweichen. Nicht alle Netzbetreiber unterstützen dieses Messkonzept. Die Genehmigung muss vor dem Einbau vorliegen. Außerdem muss der Stromanbieter einen Wärmepumpenstromtarif für die zweite Zählernummer anbieten.

2
Zählerschrank auf Platzverhältnisse prüfen

Der Elektriker prüft, ob im vorhandenen Zählerschrank ein zweiter Zählerplatz vorhanden ist. Ist kein Platz, gibt es zwei Optionen: Austausch gegen einen größeren Schrank (erhebliche Mehrkosten, ca. 500–1.200 € zusätzlich) oder Erweiterung durch einen separaten Aufputz-Zählerkasten als Unterverteilung neben dem bestehenden Schrank. Der Netzbetreiber muss die gewählte Lösung vorab genehmigen.

3
Zähler Z1 (Hauptzähler) – bleibt am Netzanschluss

Der bestehende Haushaltszähler wird zum Gesamtzähler Z1. Er sitzt weiterhin direkt am Hausanschluss und misst alles: den gesamten Strombezug aus dem Netz sowie den gesamten PV-Strom, der ins Netz eingespeist wird. Z1 ist ein Zweirichtungszähler – er zählt sowohl Bezug als auch Einspeisung. An diesem Zähler ändert sich physikalisch nichts, er bekommt lediglich eine neue Zählernummer vom Netzbetreiber.

4
Abzweig für die Wärmepumpe – zwischen Z1 und Z2

Direkt nach Z1, aber vor dem neuen Zähler Z2, wird die Zuleitung zur Wärmepumpe abgezweigt. Das ist der Kernpunkt der Kaskadenschaltung: Die Wärmepumpe hängt zwischen Z1 und Z2, nicht hinter Z2. Damit läuft der WP-Strom durch Z1 (wird dort mitgezählt), aber nicht durch Z2. Der Netzbetreiber errechnet den WP-Verbrauch später als Differenz Z1 − Z2.

5
Zähler Z2 (Haushaltszähler) – neu einbauen

Der neue zweite Zähler Z2 wird hinter dem WP-Abzweig eingebaut. Er misst ausschließlich den Haushaltsstrom sowie den PV-Eigenverbrauch. Z2 ist ein Einrichtungszähler (Eintarifzähler) – er zählt nur den Bezug, keine Einspeisung. Die Einspeisung der PV-Anlage wird bereits vollständig von Z1 erfasst; Z2 braucht das nicht doppelt zu messen. Batteriespeicher und Haushaltsverbraucher hängen hinter Z2. Die Wärmepumpe nicht.

6
§ 14a EnWG – Modul 2 wählen

Seit 2024 gilt für Wärmepumpen über 4,2 kW die Pflicht zur Steuerbarkeit nach § 14a EnWG. Im Gegenzug gibt es eine Netzentgeltreduzierung. Es stehen drei Module zur Wahl – für die Kombination mit Kaskadenmessung ist Modul 2 die richtige Wahl: Es bringt eine prozentuale Reduzierung des Netzentgelt-Arbeitspreises um 60 % und erfordert einen separaten Zähler sowie eine Steuerbox (z. B. im APZ-Feld des Zählerschranks), über die der Netzbetreiber die Wärmepumpe bei Netzengpässen auf maximal 4,2 kW drosseln kann – in der Praxis selten und kaum spürbar. Modul 1 (Pauschalrabatt ohne eigenen Zähler) schließt den Wärmepumpenstromtarif aus.

7
Smart Meter / Energiezähler des Wechselrichters – Position vor Z1

Die meisten modernen PV-Wechselrichter (z. B. Sungrow, Fronius, SMA, Huawei) haben einen eigenen Energiezähler oder Stromzangen, der den Hausverbrauch misst, um den PV-Überschuss intelligent zu steuern. Dieser Zähler muss zwingend vor Z1, also direkt am Hausanschluss, sitzen – nicht hinter Z1 oder Z2. Nur so erfasst das System den gesamten Verbrauch inklusive Wärmepumpe und kann den PV-Überschuss korrekt für Haushalt und Wärmepumpe aufteilen. Sitzt der Zähler hinter Z2, sieht er die Wärmepumpe nicht und steuert den Überschuss falsch. Die genaue Position bitte mit dem Wechselrichter-Installateur abstimmen.

8
SG-Ready-Schnittstelle – PV-Überschuss direkt in die Wärmepumpe

Moderne Wärmepumpen verfügen über einen SG-Ready-Eingang (2-adriges Steuerkabel, Niederspannung). Wird dieser mit dem Schaltausgang (Relais / Digitalausgang) des PV-Wechselrichters oder eines Energiemanagers verbunden, kann die Wärmepumpe bei ausreichend PV-Überschuss automatisch in den Boost-Betrieb geschaltet werden – sie heizt dann bevorzugt mit kostenlosem Solarstrom. Für die Kaskadenmessung ist das zwar keine zwingende Voraussetzung, steigert aber den tatsächlichen PV-Eigenverbrauch der Wärmepumpe und damit die wirtschaftliche Ersparnis deutlich. Die Schaltschwelle (typisch 1,5–3 kW Überschuss) wird im Energiemanager konfiguriert. Bitte mit dem Elektriker klären, ob Wechselrichter und Wärmepumpe kompatibel sind (SG-Ready ist ein offener Standard, wird aber nicht von allen Geräten unterstützt).

9
Anmeldung, Zählereinbau und Tarifabschluss

Der Elektriker reicht das Messkonzept beim Netzbetreiber ein – nur eingetragene Elektrofachbetriebe dürfen dies tun. Nach Genehmigung baut der Netzbetreiber die Zähler ein (nicht der Elektriker selbst). Anschließend schließt du beim Stromanbieter zwei separate Verträge ab: einen normalen Haushaltstarif für Z2 und einen Wärmepumpenstromtarif für Z1 (abgerechnet wird die Differenz Z1 − Z2).

ℹ️ Wichtig: Die Zähler selbst werden vom Netzbetreiber gestellt und eingebaut – nicht vom Elektriker gekauft. Der Elektriker bereitet den Zählerschrank vor und schafft die nötigen Zählerplätze. Die Zähleranlage steht immer unter dem Eigentumsrecht des Netzbetreibers. Regionale Abweichungen in den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) sind möglich – im Zweifel ist der Netzbetreiber die verbindliche Auskunftsstelle.
🔒 Datenschutz

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⚠️ Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dienen der Orientierung und ersetzen keine Fachberatung. Abweichungen zu tatsächlichen Tarifen und Erträgen sind möglich. Keine Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

📐 Modell-Hinweis

Die Speichersimulation nutzt ein vereinfachtes Monatsmodell (30 Zyklen × 90 % Nutzbarkeit) und bildet keine saisonale Langzeitspeicherung ab.